Stop it Now!

woop woop hejhje

Stop It Now! stellt ein innovatives Programm dar, das darauf abzielt, sexuellen Missbrauch von Kindern mittels Interventionen und Beratung von potenziellen oder tatsächlichen Tätern bzw. deren Familien, Freunden oder Verwandten zu verhindern.

Europaweit gibt es zwei Stop it Now! Programme: eines in Großbritannien, welches seit einem Jahrzehnt von der Lucy Faithfull Foundation betrieben wird, sowie ein weiteres, das im April 2012 in den Niederlanden durch de Waag ins Leben gerufen wurde.

Über die Evaluation

Die Ergebnisse dieser Evaluation der beiden Stop it Now! Programme werden kombiniert und genutzt, um ein Toolkit zu entwickeln, welches darlegt, wie ähnliche Programme andernorts in der Europäischen Union implementiert werden könnten. Das Toolkit wird in Zusammenarbeit mit Projektpartnern getestet werden.

Die Ergebnisse der Evaluation werden außerdem in Zusammenarbeit mit relevanten europäischen und internationalen Interessenvertretern veröffentlicht werden. Den Höhepunkt dazu bildet eine eintägige Stop it Now! Europe Konferenz in London im Mai 2014.

Die Evaluation wird letztendlich die Prävention von sexuellem Missbrauch von Kindern in ganz Europa unterstützen, durch:

  • eine Beurteilung der Implementierung dieser Programme mit Fokus auf derenTelefonhotline und E-Mail-Unterstützung;
  • eine Untersuchung der möglichen Auswirkungen des Programms bezüglich Verhaltensänderungen bei potenziellen und tatsächlichen Tätern;
  • Bereitstellung einer ökonomischen Analyse der Implementierung von Stop it Now!;
  • Bereitstellung eines Modells für die Weiterentwicklung und Implementierung von Stop it Now! in anderen europäischen Ländern.

Projektfinanzierung und Evaluationsteam

Dieses von der Europäischen Kommission kofinanzierte Projekt (im Rahmen von Daphne III) steht unter der Leitung des NatCen Social Research Crime and Justice Teams in Zusammenarbeit mit Stop it Now! GB, de Waag/Stop it Now! NL, Präventionsprojekt Dunkelfeld, Deutschland und Save the Children, Finnland.

Zeitplan und Methodik der Evaluation

Der Evaluationsprozess wird zwischen Januar und November 2013 stattfinden und besteht aus:

  • einer Scoping-Phase, einschliesslich einer Abbildung der Ziele von Stop it Now! durch die wichtigsten Interessenvertreter,
  • einer Feedback‑Umfrage,
  • der Entwicklung von Wirksamkeits-Fallstudien mit Servicenutzern.

Bleiben Sie in Kontakt mit uns

Wir möchten diejenigen aktiv auffordern uns zu kontaktieren, die in Europa oder international im Bereich der Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch oder der Behandlung von Tätern tätig sind. Wir laden Sie dazu ein, mehr über unser Projekt zu erfahren und unser Informationsangebot über Verteilerlisten zu nutzen.

Das Präventionsprojekt Dunkelfeld

Das Berliner "Präventionsprojekt Dunkelfeld" ist ein Projekt zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs. Es bietet ein kostenloses und durch die Schweigepflicht geschütztes Behandlungsangebot für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und deshalb therapeutische Hilfe suchen, ohne aktuell unter Strafverfolgung wegen sexuellem Kindesmissbrauch oder des Konsums von Missbrauchsabbildungen (sogenannte Kinderpornografie) zu stehen. Im Rahmen der Therapie erhalten die betroffenen Personen Unterstützung, um sexuelle Übergriffe durch direkten körperlichen Kontakt oder indirekt durch den Konsum oder die Herstellung von Missbrauchsabbildungen im Internet zu verhindern.

Die Therapie integriert psychotherapeutische (v.a. Kognitive-Verhaltenstherapie), sexualwissenschaftliche und medizinische Ansätze, die die Möglichkeit einer medikamentösen Unterstützung beinhalten. Einbezogen in das Therapieprogramm werden Interessenten, die hinsichtlich ihrer Neigung über ein Problembewusstsein verfügen und von sich aus und ohne gerichtlichen Druck therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Im Rahmen der Behandlung lernen die Teilnehmer, so mit ihren sexuellen Impulsen umzugehen, dass sie weder Kindern noch sich schaden. Die therapeutische Konzentration richtet sich deshalb auf das Erlernen und Trainieren von Kompetenzen zum sicheren, nicht fremd- und selbstgefährdenden Umgang mit den eigenen sexuellen Impulsen, gegebenenfalls auch mit medikamentöser Unterstützung.

Die Zielgruppe wird mithilfe einer Medienkampagne auf das präventive Therapieangebot aufmerksam gemacht. Das Motto der Kampagne lautet: "Damit aus Fantasien keine Taten werden!" Die Botschaft: "Du bist nicht schuld an Deinen sexuellen Gefühlen, aber du bist verantwortlich für dein sexuelles Verhalten! Es gibt Hilfe! Werde kein Täter!".

Der Berliner Standort des Präventionsprojekts Dunkelfeld ist Initiator und Koordinator des deutschlandweiten Präventionsnetzwerks "Kein Täter werden". Das Projekt startete im Jahre 2005 in Berlin. Mittlerweile gibt es Standorte in Kiel (Schleswig Holstein), Hamburg, Hannover (Niedersachsen), Leipzig (Sachsen), Regensburg (Bayern) und Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern). Weitere Anlaufstellen sind geplant. Alle Standorte haben sich zu einem Präventionsnetzwerk mit gemeinsamen Qualitätsstandards zusammengeschlossen, welche sich auf folgende Aspekte beziehen: Kommunikation und Medien, Schweigepflicht und Anonymität, Diagnostik und therapeutisches Vorgehen, Qualifikation in Sexualmedizin/Sexualtherapie. Ziel ist es, ein bundesweites, flächendeckendes therapeutisches Angebot zur Etablierung der primären Prävention sexueller Traumatisierungen von Kindern und Jugendlichen aufzubauen.

Mehr Information unter: www.kein-taeter-werden.de

Twitter: https://twitter.com/KeinTaeter

Youtube: http://www.youtube.com/user/KeinTaeterWerden?feature=watch

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Stay in touch with the evaluation:

stopitnow-evaluation@natcen.ac.uk